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Ich denke, ich muss krank sein… Friday, 11 August 2006

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… Ich trinke Kamillentee!
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Und Ewig Singen die Wälder, von Trygve Gulbranssen Monday, 7 August 2006

Posted by greyowl in Rezensionen / Reviews.
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Die Generationen kommen und gehen im hohen Norden Norwegens. Schweigsame, harte, adlige Männer [Vgl. “Wir konnten stundenlang miteinander schweigen” aus dem Film: «Näkkälä»], vom Überlebenskampf im Wald gegen Wild und Wetter gekennzeichnet, von Sagen und Gebräuchen aus alten Zeiten geprägt, mit einem schlummernden Glauben an den ewiggerechten Liebgott, in zwischenmenschlichen Beziehungen kläglich schwach, ringen gegen Hass- und Rachegefühle, gegen Bitterkeit, Neid und Habgier.

Zwischendurch erleben sie merkwürdige geistlich Einblicke, die ihr Leben ein zeitlang mitprägen, um dann wieder lange in Vergessenheit zu geraten. Die extrem karge Gespräche bestehen aber aus Worte, die fürs Leben zählen!

Sehr schön geschrieben; die Natur spürbar, die verknorrten Beziehungen peinlich wahrhaftig dargestellt. Es gibt Kapitel, die etwas langweilig wirken. Es gibt Gemütsschwankungen, die etwas schwer nachvollziehbar sind. Aber vielleicht ist das Leben eben so.

Die Zeit ist um 1770 bis 1830, harte Kriegsjahren im Norden, dann die Napoleonische Ära, und ein paar wenige Einflüsse aus Hamburg, Paris, London.

Besonders zum Vorschein kommen der Kampf zwischen Reichtum/Geldgier und Grosszügigkeit und die Vater-Sohn-Beziehung.

Ein sehr gutes Buch. (Eigentlich 2 Bücher: “Und Ewig Singen die Wälder” und “Das Erbe von Björndal”)

Bosnia – a Short Visit Monday, 7 August 2006

Posted by greyowl in Ferien / Holidays.
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In einer bunten Gruppe von mehr oder weniger Unbekannten, bin ich anfangs Juli für knapp 2 Wochen auf Bosnien gereist. Unsere Absicht – neben dem Wunsch, das Land mit seiner schmerzhaften Geschichte etwas kennen zu lernen, und ein paar westlichen Familien zu besuchen, die seit einigen jahren dort tätig sind – war für das Land zu beten. Jede(r) hatte zum Voraus Gott gefragt, für was er/sie besonders beten soll, und das dann schriftlich in Form eines Gebetsvertrags niedergeschrieben. Eine lehrreiche Herausforderung!
Ein grosses Anliegen, als wir unsere Eindrücke zusammentrugen, war für Versöhnung zwischen den noch verfeindeten Volksgruppen (serben, Kroaten, Moslems, Romas, usw.) und dass die junge Generation den Hass und die Verletzungen der brutalen Jahren überwinden kann.

Das Land ist schön, bergig, grün, fast wie die Schweiz! Aber überall sind noch Wunden der Kriegszeit.

Wir haben das Volk als firedlich und freundlich erlebt, und es gibt ermutigende Zeichen von Hoffnung: nicht alle sind resigniert und passive, einige setzen sich aktiv ein, dass sie selber vorwärts kommen, oder um dem Land auf den Weg in die Zukunft zu verhelfen.

Trotzdem herrscht ein Pessimismus über die von den UN eingesetzte fiktive multiethnische Regierung, und viele denken, es wird nicht lange so ruhig weiter gehen, bevor etwas wieder kracht.

Ermutigend war es zu sehen, wie die Familien, die wir besucht haben, sehr gut integriert und angenommen sind, und wertvolle Beiträge durch den Aufbau einer einheimischen Jungschar-Organisation bzw. durch fachkundlichen Rat und praktische Hilfe im landwirtschaftlichen Bereich leisten.

Als wir diese 2 16-jährige Roma-Jungs fragten, was sie als grösstes Problem im Land sehen, sagten sie ohne zu zögern: “Arbeitslosigkeit” und “Lügen”! Was haben sie wohl für eine Zukunft?

Weitere Eindrücke hier

Bosnia – a Short History, von Noel Malcolm Monday, 7 August 2006

Posted by greyowl in Rezensionen / Reviews.
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Eine sehr gut erfoschte und lehrreiche Abhandlung, die mutig versucht, die Mächtebosnia.jpg und Ereignisse, die Bosnien über die Jahrhunderte formten, zu entwirren. Es scheint mir etwas merkwürdig, dass Malcolm, in einem vom Krieg zerrütteten Gebiet mit ständig verändernden Herrschern, Grenzen, und nationalen Zuständen, gerade multiethnisches, multireligiöses Bosnien besonders heraushebt, als besitze oder verdiene es politische Unabhängigkeit, und allen anderen (besonders den Serben) vorwirft, dieses angeborene Recht zunichte zu machen, oder, durch Unkenntnis der historischen Tatsachen, jeden ernsthaften Versuch, die Spannungen zu lösen, vollständig zu verbocken.

Es wird klar, dass Malcolm die bosnischen Mosleme grundsätzlich als aufrichtiges, friedhaftes Volk ansieht, und besonders die Serben als arrogant, aggressiv, expansionistisch.

Aufklärend aber wahrscheinlich immer noch nicht die ganze Wahrheit.