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Pelletheizung Dienstag, 16 Mai 2006

Posted by greyowl in Pelletheizung.
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Wer hätte es gedacht, wie schwierig es ist, die richtige Entscheidung zu treffen, wenn es darum geht, eine alte Ölheizung durch etwas umweltfreundlicheres zu ersetzen!

  • Eine Wärmepumpe (ob Luft- oder Grundwasser- durch ein 80-100 m Bohrloch) sind für Radiatoren nicht geeignet – zu niedrige Zulauftemperatur; und sie wäre auch zu gross für den Heizungsraum!
  • Solar wäre schön, nur ist die Installation – als Zusatz zu einer anderen Lösung, da sie zeitlich nicht verlässlich ist – zu teuer und der Gewinn in diesen Breitengraden marginal
  • Eine moderne kondensierende Ölkessel wäre durchaus die billigste Lösung; nur der Kamin – wie in jedem Fall – müsste saniert werden (Fr.3000+)
  • Für eine Pelletheizung hatte ich mich entschieden. Der Tankraum kann zu einem Pelletlager umgebaut werden (Fr.3000+). Aber der Kessel ist gross und braucht einen Abstand von der Wand, so dass der Heizungsraum, der auch zum Wäschetrocknen dient, kaum benutzbar wäre. Er ist auch teuer. Ein weiteres Hindernis wäre der Pelletzufuhr – ob durch eine tiefliegende Schnecke (blockieranfällig!) oder ein flexibles Saugsystem an der Decke (laut!) – quer durch den Raum
  • Da praktisch alle Pelletheizungen aus Österreich stammen, holte ich mir auch eine Offerte aus Feldkirch: viel billiger, aber habe ich Vertrauen zu einem, der etwas anbietet ohne weitere Fragen zu stellen, geschweige denn die Lage vor Ort anzuschauen? Wie wäre es mit dem Service?
  • Moderne Heizungen sind meistens nicht "Kombi"-Systeme, so dass es noch einen separaten Boiler – ggf. auch noch einen Warmwasserspeicher -braucht. Aber dafür ist kein Platz im Heizungsraum; ich müsste eine Ecke meines Bastelraums opfern!
  • Es gibt wunderbare Speicher-Boiler-Systeme, geeignet auch im Kombination mit Solarkollektoren, aber sie sind gross und teuer
  • Wie wär's mit einem kleinen Durchlauferhitzer am Heizkessel mit einem Elektroheizelement für den Fall, dass die Heizung nicht läuft oder zu wenig Wärme liefern kann? Da braucht es auch einen Warmwasserspeicher (Platznot!) und Verkalkung ist ein Problem
  • "Immer warm, immer Strom, immer Geld" Die Wunderlösung! Die Pellets werden vergast und durch eine auf dem Kopf stehende Flamme verbrannt, die Warmwasser und Wärme produziert, die einen Strilingmotor antreibt, der Strom generiert, den man an das Elektizitätswerk verkaufen und damit Geld verdienen kann. Nur glaubt niemand so recht dran. Wie gross? Wie teuer? Was braucht es noch dazu? Was müsste man sonst noch berücksichtigen? Der Schweizer Lieferant antwortet nicht.

Ich will meine Entscheidung nicht rein vom Finanziellen leiten lassen. Was wäre die richtige, die beste Lösung? Letztendlich müssen aber meine Pensionsgelder dafür aufkommen…

Kommentare»

1. Sam - Donnerstag, 18 Mai 2006

Wir habe in unserer Überbauung eine Holzschnitzelheizung. Sicher eine gute Sache – aber anfangs fiel die sehr oft aus: mitten im Winter kalt duschen ist nicht wirklich der Hammer. (scheinbar hat der Vermieter von Wenkies seine Investitionen in Holzschnitzelheizungen auch “bereut”(?))

Was ist aber genau eine Pelletheizung?

2. greyowl - Donnerstag, 18 Mai 2006

Holzpellets sind zu kleinen Würmli komprimiertes Sägemehl (ca. 8mm Durchmesser, 5cm lang), die fast wie eine Flüssigkeit gepumpt und gelagert werden können. Sie werden entweder mit einer Schnecke oder einem Saugsystem vom Lager zum Heizkessel gefördert, wo sie mit wenig Rauch und Asche verbrannt werden. Ein geeignetes System für ein EFH, aber besser schon bei der Planung berücksichtigen!
Eine Holzschnitzelheizung ist eben eher für MFH geeignet, braucht etwas mehr Wartung, aber ist etwas effizienter/billiger pro KWh.


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